Die Festungsbahn: In 54 Sekunden von der Altstadt auf die Festung

Hoch über der Salzburger Altstadt thront die Festung Hohensalzburg. Auf Festungs- und Mönchsberg führt die älteste in Betrieb befindliche Standseilbahnen Österreichs. Die Festungsbahn in Salzburg wurde im Jahr 1892 erbaut und wird von der Salzburger Lokalbahn (Salzburg AG) betrieben. Sie überwindet 99 Höhenmeter auf einer Länge von 191 Metern.  Ihr Alter sieht man der Festungsbahn allerdings nicht an, da sie im Jahr 2011 generalsaniert wurde.

In nur 54 Sekunden bringt die Standseilbahn die 55 Fahrgäste komfortabel von der Salzburger Altstadt auf die Festung Hohensalzburg. Das Panoramafenster im Waggon bietet einen atemberaubenden Blick über die Mozartstadt. Da würde man sich fast wünschen, dass die ruhige Fahrt noch etwas länger dauert.

Auf Schmalspur unterwegs

Für technisch Interessierte interessant: Die Bahn fährt auf Gleisen mit einer Spurweite von 1.040 mm, ist also eine Schmalspurbahn. Das Zugseil hat einen Durchmesser von 25 mm und beschleunigt die Waggons auf 5,5 Meter pro Sekunde. Die Antriebsleistung der Festungsbahn beträgt 250 kW.

Ursprünglich wurde die Festungsbahn Salzburg als Wasserballastbahn gebaut. Mit Wassertank wurden die Waggons auf den Berg gezogen. Da der Betrieb im Winter schwierig war bzw. gänzlich eingestellt werden musste, wurde die Standseilbahn im Jahr 1960 auf elektrischen Betrieb umgestellt.

Heute nutzen jährlich mehr als 1,7 Millionen Fahrgäste die Bahn hinauf auf den Berg. Kein Wunder, denn die Festung Hohensalzburg ist eine der beliebtesten Touristenattraktionen in der Mozartstadt. Die Abfahrtsstelle befindet sich nur zwei Gehminuten vom Kapitelplatz entfernt in der Festungsgasse. Ausgestiegen wird bequem in der Bergstation direkt in der Festung.

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